Mittwoch, 2. April 2008

Konzerthopping

Heute war das lang ersehnte traditionelle Konzert, wo es so schwierig war, Karten zu bekommen. Eigentlich wollte ich das ganz entspannt angehen, aber dann kam alles doch wieder anders...in der Schule passte mich die Tante eines Schülers ab, die auch Deutschlehrerin ist (irgendwie sind hier alle verwandt) und erinnerte mich daran, dass Tornike (mein Schüler) heute Konzert hat. Oje, ich war sofort in einem furchtbaren Interessenskonflikt, der leider Gottes gegen Tornike entschieden worden wäre, aber ich hatte Glück: Das Konzert im Konservatorium sollte 18.00 Uhr beginnen, das im Rustavelitheater 20.00 und von A nach B sind es auch nur 10 Minuten. Also saß ich ganz entspannt im Konservatorium, spielte wieder Rätselraten mit dem Programm und hörte einige nette Stücke. Etwas nervös wurde ich, als ich dann die Buchstaben des Namens meines Schülers gefunden hatte und bemerkt hatte, dass er ziemlich zum Schluss kam. und der erste Teil war erst nach einer Stunde beendet...also betete ich, schimpfte, wenn einer ein langes Stück hatte, lobte, wenn es ein kurzes gab und schaute immer wieder auf die Uhr. 19.47 kam dann Tornike dran. Wenn er ein kurzes spielt, schaff ich es, dachte ich, aber Murphys Gesetze sorgten dafür, dass er ewig spielte. 20.00 verließ ich das Konservatorium und rannte die Straße runter, 50m zurück, durch die Unterführung, an der Oper vorbei, hin zum Rustavelitheater und betete, dass die Georgier sich auch da treu bleiben und nicht pünktlich anfangen. Ich kam an, gab meine Jacke (mit der Wegzehrung!) an der Garderobe ab, hetzte drei Etagen hoch (zweiter Balkon), stellte oben fest, dass ich auf der falschen Seite bin, also wieder drei Etagen runter, andere Seite wieder hoch und kam dann endlich an. 20.10 Uhr. Fünf Minuten später ging dann ein phantastisches Konzert los.

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