Donnerstag, 1. April 2010

Ausflug nach Sardarapat

Da ich ja traditionell donnerstags im Dorf bin, habe ich diesmal Irina und Edith mitgenommen. Früh hab ich sie ins Museum geschickt, da konnten sie sich ethnografisch bilden, danach sind sie gekommen und haben mit meinen Schülern Ostermemory gespielt. Aber der eigentliche Sinn dieser Aktion war das Besichtigen von potentiellen Wohnungen für den nächste Woche erwarteten Freiwilligen Basti.
Zuerst wurden wir nach dem Unterricht von der Direktorin und ihrem Sohn eingesackt, die uns in die Stadt brachten. Eigentlich war auch ein Termin vereinbart, aber nachdem der potentielle Vermieter uns gesehen hatte, hat er ihn abgesagt, wir würden eh da nicht wohnen wollen. Hm.
Also wurden wir bei der Tochter der Direktorin abgesetzt, haben dort Kaffee und Kuchen erhalten und der Sohn machte sich auf die Suche. Nach einer Stunde rief er uns an, er hätte was gefunden und wir sollten nun dahin. Okay, wir also los. Aber nix da. Statt Wohnung wurden wir in ein Restaurant entführt, wo er uns die armenische Küche näher bringen wollte.

Schön an einem See mit toten Fischen gelegen speisten wir in einem guten Restaurant, wo man seine Freundinnen und Mätressen hinbringt, damit sie keiner sieht - Sauna und Zimmer gleich einbegriffen...

Das Essen war gut, die Sauna konnten wir abwenden, irgendwann wurden wir dann doch auf dem Busbahnhof abgeliefert. Wohnungsbilanz - null...

In der Marschrutka waren nur wir und erregten natürlich die Aufmerksamkeit des Fahrers. Edith schenkte er einen 10-Rubel-Schein, der sie an ihn erinnern sollte und er hielt extra an diesem Denkmal. Es ist aus den Trümmer eines abgestürzten Flugzeugs gebaut und soll an 7 Serben erinnern, die hier in einer Maschine mit Hilfsgütern für die Erdbebenopfer 1988 zerschellt sind.

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