Sonntag, 18. Juli 2010

Rustavi

Den letzten Sonntag habe ich genutzt, um mir doch noch Rustavi anzugucken, die angeblich so schreckliche Industriestadt im Schatten Tbilisis. Gebaut von deutschen Kriegsgefangenen sind die Haeuser Rustavis beruehmt fuer ihre Qualitaet. So erklaerte man mir noch in Moskau, dass diese im Sommer kuehl und im Winter warm waeren. Ich hab das damals nicht so ganz verstanden, weil ich das fuer normal hielt. Wer eine Zeitlang in georgischen Haeusern mit Kontinentalklima (sommerheiss und winterkalt) verbracht hat, weiss das zu schaetzen.
Rustavi ist geteilt in ein neues und ein altes Rustavi, wobei das alte natuerlich schoener ist, aber einen Remont gebrauchen koennte.

Solche schoen stalinistischen Bauten stehen da ueberall, manche sogar sehr huebsch mit geschwungenen Treppen, schicken Balkongittern und aehnlichem. Ein Auge hatten die Rustaver fuer Kleinigkeiten und scheinbar sind sie sehr glaeubig, denn auch so etwas trifft man wiederholt.

Das neue Rustavi ist wie ein Aushaengeschild fuer das neue Georgien. Ein von glasnost durchdrungenes Polizeigebaeude,

wieder erwachte Glaeubigkeit, hier mit Minikapelle im Hof sowie

man glaube es kaum: ein FAHRRADWEG!!!
Ich habe sogar Fahrradfahrer gesehen, ganze sechs an der Zahl. (fuer einen Spaziergang von einer Stunde doch nicht schlecht, oder?)
Das neue Rustavi ist weitlaeufig und gruen angelegt, es gibt einen richtigen Boulevard, schick beleuchtet mit breitem Fussgaengerweg, ein Kino, Theater und ein McDonalds wird gebaut. Was will man mehr?
Fazit: Wenn ich die Wahl haette zwischen Didi Dighomi und Rustavi, wuerde ich Rustavi nehmen, die Verkehrsanbindung ist viel besser...

Keine Kommentare: