Seit geraumer Zeit steht fest, dass die die Visabestimmungen zum 01.09.2014 ändern. Daher bin ich im Sommer zum georgischen Konsulat in Berlin gegangen und wollte ein Visum beantragen. Schon bei Abgabe der Dokumente wurde mir gesagt, ich solle doch einfach am 31.08.2014 einreisen, dann gäbe es keine Probleme. Auf meinen Einwand hin, dass ich jedoch im September zweimal ausreisen müsste, hat man mir die Dokumente doch abgenommen, allerdings sehr ungnädig.
Zwei Wochen habe ich nichts von ihnen gehört, dann hab ich sie mal angerufen. Ja, man hätte schonmal eine Anfrage gestellt an das Außenministerium in Tbilisi, aber noch keine Antwort und man würde sich bei mir melden. Okay, also habe ich wieder zwei Wochen gewartet, dann nochmal angerufen. Ja, man hätte noch eine Anfrage gestellt, aber man wisse noch nicht, die Angelegenheit gestalte sich schwierig...Hm, aber ich will am Sonntag ausreisen...Hm, ja, dann würde man heute nochmal in Tbilisi anrufen und wenn die Antwort da ist, würde man sich sofort mit mir in Verbindung setzen. In unserem Gespräch hatte der Herr Tabatadze auch schon in Georgien angerufen und herausbekommen, dass die Visaausstellung in Tbilisi 10 Tage dauern würde und ob es da eine schnellere Variante gäbe, wüsste man noch nicht. Na gut, dann warte ich auf Ihren Rückruf.
Der erfolgte natürlich nicht, am nächsten Tag war aber kein Telefontag, sondern Besuchstag und der letzte vor meinem Abflug, daher bin ich einfach auf Verdacht hin. Das Konsulat war allerdings zu - ein Feiertag, Marioba, wie ich dann erfahren habe. Hatte Herr Tabatadze leider nicht erwähnt. Am Fenster sah ich jedoch Frau Dudana, die mir die Dokumente auch schon abgenommen hatte und die den Herrn dann anrief und er kam innerhalb der nächsten 10 Minuten, händigte mir meine Dokumente (und fast noch die der Boschlektorin) aus und dann durften wir gehen.
Als mein Flieger am Sonntag so Ewigkeiten Verspätung hatte, habe ich nur gebetet, dass wir vor 24 Uhr ankommen, danach hätte ich nicht mehr einreisen dürfen...zumindest nicht legal mit Arbeitserlaubnis.
Nach der Wohnungssuche hab ich mich Mittwoch sofort auf den Weg nach Tbilisi gemacht, um die Sache mit dem Visum in Angriff zu nehmen. Herr Tabatadze meinte ja, ich müsste da nur vorbei gehen und dann wäre das kein Problem. Auf dem Bahnhof hab ich jedoch beim Surfen gesehen, dass man da jetzt nur mit elektronischer Anmeldung hinkommt, eine Riesenanmeldung, 1000 Dokumente hochladen und Angaben machen, puh und in dem Moment wurde mir auch mein Internet abgeschaltet und ich saß im Zug. was tun? Hab ich Herrn Tabatadze eine sms geschrieben und wurde 10 Minuten später angerufen - man würde mir ausnahmsweise morgen 10.30 einen Termin geben, bei Giorgi Grigalashvili, seines Zeichens stellvertretender Leiter der Visaabteilung.
Kam ich 10.15 beim Außenministerium an, ein Gewimmel, alle ganz aufgeregt. Sag ich mein Sprüchlein auf bzgl. appointment usw. und dann wurde ich an einen jungen Misha-Typen verwiesen, der mich ins Nachbargebäude brachte (so richtig mit Besucherausweis und durchleuchten) und mir dann erklärte, dass jetzt alles ganz anders ist. Also ohne die elektronische Anmeldung ginge gar nichts. ich hab ihm dann auch nochmal erklärt, dass ich das genau deswegen gern in Deutschland geklärt gehabt hätte. Er meinte, dass die Abteilung das nicht gut durchdacht hatte mit der Einführung der Visa. Da hab ich nicht widersprochen, nur gefragt, warum ich dafür bestraft werde, die ich mich doch rechtzeitig gekümmert hätte. Naja, deswegen würden sie ja jetzt auch eine Ausnahme machen und er würde den Antrag jetzt mit mir ausfüllen. na bitte.
Das Ausfüllen dauerte gefühlt 100 Jahre und in dem Moment, wo er das letzte Ding hochladen wollte, stürzte alles ab. Daraufhin rief er seinen Vorgesetzten an und erklärte dem, dass das hier 100 Jahre dauerte und der Computer abgestürzt wär und ich säße ja auch noch hier und ob er nicht nur 3 Angaben machen könne und den Rest nachher. Wurde scheinbar bewilligt, denn er druckte eine Variante aus, die ich unterschreiben musste und dann meinte er, den Rest mache er, ich könne gehen. Nichts lieber als das. Ich solle ihm nur den Versicherungsschein schicken und die Konsulargebühren überweisen. Okay. Dafür schrieb er mir seine email-Adresse auf und so habe ich zumindest in den letzten Minuten unseres Gespräches erfahren, dass er Herr Kakha Shishniashvili ist :)
Ich war noch nicht im Goethe-Institut angekommen, als er mich schon anrief und meinte, die Kategorie meines Visums hätte sich geändert, ich bräuchte keine Gebühren bezahlen. Okay.
Zwei Stunden später rief er mich allerdings wieder an und meinte, jetzt wäre es eine dritte Kategorie, die man wieder bezahlen müsse. Oooooookay...
Seitdem schicke ich ihm immer Sachen zu, dann will er neue, gestern fiel ihm ein, dass er noch was übersetzt und notariell beglaubigt haben will. Keine Ahnung, was das noch wird.
Ich hab jetzt erstmal beschlossen, nicht auszureisen. Damit bin ich 360 Tage legal im Land. und zur Not breche ich diesen Visumsbeantragungsprozess ab und beantrage das erst im Winter in Berlin...nach vier Monaten Praxis hat sich dann vielleicht doch ein wenig Routine eingependelt...
Zwei Wochen habe ich nichts von ihnen gehört, dann hab ich sie mal angerufen. Ja, man hätte schonmal eine Anfrage gestellt an das Außenministerium in Tbilisi, aber noch keine Antwort und man würde sich bei mir melden. Okay, also habe ich wieder zwei Wochen gewartet, dann nochmal angerufen. Ja, man hätte noch eine Anfrage gestellt, aber man wisse noch nicht, die Angelegenheit gestalte sich schwierig...Hm, aber ich will am Sonntag ausreisen...Hm, ja, dann würde man heute nochmal in Tbilisi anrufen und wenn die Antwort da ist, würde man sich sofort mit mir in Verbindung setzen. In unserem Gespräch hatte der Herr Tabatadze auch schon in Georgien angerufen und herausbekommen, dass die Visaausstellung in Tbilisi 10 Tage dauern würde und ob es da eine schnellere Variante gäbe, wüsste man noch nicht. Na gut, dann warte ich auf Ihren Rückruf.
Der erfolgte natürlich nicht, am nächsten Tag war aber kein Telefontag, sondern Besuchstag und der letzte vor meinem Abflug, daher bin ich einfach auf Verdacht hin. Das Konsulat war allerdings zu - ein Feiertag, Marioba, wie ich dann erfahren habe. Hatte Herr Tabatadze leider nicht erwähnt. Am Fenster sah ich jedoch Frau Dudana, die mir die Dokumente auch schon abgenommen hatte und die den Herrn dann anrief und er kam innerhalb der nächsten 10 Minuten, händigte mir meine Dokumente (und fast noch die der Boschlektorin) aus und dann durften wir gehen.
Als mein Flieger am Sonntag so Ewigkeiten Verspätung hatte, habe ich nur gebetet, dass wir vor 24 Uhr ankommen, danach hätte ich nicht mehr einreisen dürfen...zumindest nicht legal mit Arbeitserlaubnis.
Nach der Wohnungssuche hab ich mich Mittwoch sofort auf den Weg nach Tbilisi gemacht, um die Sache mit dem Visum in Angriff zu nehmen. Herr Tabatadze meinte ja, ich müsste da nur vorbei gehen und dann wäre das kein Problem. Auf dem Bahnhof hab ich jedoch beim Surfen gesehen, dass man da jetzt nur mit elektronischer Anmeldung hinkommt, eine Riesenanmeldung, 1000 Dokumente hochladen und Angaben machen, puh und in dem Moment wurde mir auch mein Internet abgeschaltet und ich saß im Zug. was tun? Hab ich Herrn Tabatadze eine sms geschrieben und wurde 10 Minuten später angerufen - man würde mir ausnahmsweise morgen 10.30 einen Termin geben, bei Giorgi Grigalashvili, seines Zeichens stellvertretender Leiter der Visaabteilung.
Kam ich 10.15 beim Außenministerium an, ein Gewimmel, alle ganz aufgeregt. Sag ich mein Sprüchlein auf bzgl. appointment usw. und dann wurde ich an einen jungen Misha-Typen verwiesen, der mich ins Nachbargebäude brachte (so richtig mit Besucherausweis und durchleuchten) und mir dann erklärte, dass jetzt alles ganz anders ist. Also ohne die elektronische Anmeldung ginge gar nichts. ich hab ihm dann auch nochmal erklärt, dass ich das genau deswegen gern in Deutschland geklärt gehabt hätte. Er meinte, dass die Abteilung das nicht gut durchdacht hatte mit der Einführung der Visa. Da hab ich nicht widersprochen, nur gefragt, warum ich dafür bestraft werde, die ich mich doch rechtzeitig gekümmert hätte. Naja, deswegen würden sie ja jetzt auch eine Ausnahme machen und er würde den Antrag jetzt mit mir ausfüllen. na bitte.
Das Ausfüllen dauerte gefühlt 100 Jahre und in dem Moment, wo er das letzte Ding hochladen wollte, stürzte alles ab. Daraufhin rief er seinen Vorgesetzten an und erklärte dem, dass das hier 100 Jahre dauerte und der Computer abgestürzt wär und ich säße ja auch noch hier und ob er nicht nur 3 Angaben machen könne und den Rest nachher. Wurde scheinbar bewilligt, denn er druckte eine Variante aus, die ich unterschreiben musste und dann meinte er, den Rest mache er, ich könne gehen. Nichts lieber als das. Ich solle ihm nur den Versicherungsschein schicken und die Konsulargebühren überweisen. Okay. Dafür schrieb er mir seine email-Adresse auf und so habe ich zumindest in den letzten Minuten unseres Gespräches erfahren, dass er Herr Kakha Shishniashvili ist :)
Ich war noch nicht im Goethe-Institut angekommen, als er mich schon anrief und meinte, die Kategorie meines Visums hätte sich geändert, ich bräuchte keine Gebühren bezahlen. Okay.
Zwei Stunden später rief er mich allerdings wieder an und meinte, jetzt wäre es eine dritte Kategorie, die man wieder bezahlen müsse. Oooooookay...
Seitdem schicke ich ihm immer Sachen zu, dann will er neue, gestern fiel ihm ein, dass er noch was übersetzt und notariell beglaubigt haben will. Keine Ahnung, was das noch wird.
Ich hab jetzt erstmal beschlossen, nicht auszureisen. Damit bin ich 360 Tage legal im Land. und zur Not breche ich diesen Visumsbeantragungsprozess ab und beantrage das erst im Winter in Berlin...nach vier Monaten Praxis hat sich dann vielleicht doch ein wenig Routine eingependelt...
1 Kommentar:
Hört sich glatt nach einem Abenteuerurlaub - pardon - Arbeitsaufenthalt an ;)
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