Mittwoch, 3. September 2008

Reise ins Ungewisse Teil IV: Wattwanderung

Zur Wattwanderung musste ich schon um sechs aufstehen, weil die Ebbe so früh gelagert war. Mitten in der Nacht trafen wir uns an einem zugigen Hafen, ein paar Verrückte in kurzen Hosen und dicken Jacken.

Mangels ordentlicher Kleidung hatte ich einfach alles übereinander gezogen. Weil ich auch keine Badeschuhe hatte, wurde mir von der Wattführerin geraten, Socken anzuziehen und ich hatte mich schweren Herzens entschlossen meine Kuschelsocken zu opfern. Schneeweiß waren sie.
Aber nicht lange.

Erst liefen wir noch eine Weile (in Socken!) über Asphalt, was ziemlich kalt und komisch war, dann bogen wir ab aufs Watt. Die ersten fünfhundert Meter kämpften wir uns durch Schlamm, was anstrengend war und den Tod im Wattenmeer wahrscheinlicher erscheinen ließ - 5 km/h (so schnell kommt die Flut) hatten wir da definitiv nicht drauf.
Irgendwann kamen wir an festen Sand und ab hier war es einfach. Allerdings mussten wir manchmal auch tiefe Priels durchqueren (bis Mitte der Oberschenkel), wo ich die anderen um ihre kurzen Hosen beneidet habe. Meine Jeans wurden da ein wenig nass. Dafür habe ich hinterher nicht gefroren...

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