Heute war ich das erste Mal im Theater in Tbilissi. Pygmalion wurde gespielt - besser bekannt als My Fair Lady. Es war eine sehr gute Aufführung, wo man die Faszination des Theaters spüren bzw. hören konnte: Auf der Bühne wurde ein Sohn ausgeschickt, eine Kutsche für Mutter und Tochter zu organisieren. Nachdem die beiden lange gewartet hatten, sind sie gegangen. Kurz darauf kam natürlich der Sohn und suchte sie vergeblich und ein kleiner, hilfsbereiter Junge aus dem Publikum rief im zu: Zavidet! Was soviel heißt wie: Sie sind gegangen. Das Publikum hat gelegen...aber nicht nur deshalb. Es war eine wunderschöne Adaption des Stücks mit vielen Georgien-spezifischen Dingen. Hier das Blumenmädchen Ekaterina

in der Szene, wo sie im Regen vor der Oper Bekanntschaft mit dem Professor macht.

Die Frau in Rot ist das Hausmädchen des Professors - eine Deutsche, deren Deutsch gar nicht schlecht, vor allem sehr hart war. Ekaterina wusste aber nix von Deutsch und meinte, sie wäre Armenierin mit solch schrecklichem Akzent, dass sie gar nichts versteht.

Hier nochmal der Professor mit seinem Vater, den die niedere Herkunft, Aussehen und Vokabular seiner künftigen Schwiegertochter nicht störte - Hauptsache, der Sohn ist endlich verheiratet...
2 Kommentare:
Hallo Dana,
der Monat Juni scheint ja bei dir wirklich ein einziges kulturelles Erlebnis zu sein. Theater, Konzert, Konzert in der Oper, Konzert in der Schule....! Beneidenswert. Um den Stapel Arbeit auf deinem Tisch beneide ich dich allerdings weniger.
Liebe Grüße aus dem wechselwarmen Berlin von der Mia
Danke Mia! Aber ehrlich gesagt, bis auf das Konzert in der Schule gibt es den Rest auch jeden Monat...:)
Kommentar veröffentlichen