Samstag, 12. Juli 2008

Griechischer...nein, georgischer Wein

Freitag, der 11. Juli war unser Abreisetag aus dem Nordkaukasus. Wir hatten uns dabei nix Schlimmes gedacht, aber es wurde ein Freitag, der 13.
Donnerstag waren wir in Proxladny und haben auf dem Markt unsere Kleiderbestaende etwas erweitert (Irina hat ja die Angewohnheit auf unseren Reisen ihre Sachen immer zu entsorgen). Dabei waren wir auch gleich auf dem Busbahnhof und haben die Tickets fuer den Bus gekauft. Wir haben uns gegen den direkten Bus nach MinVody entschieden, weil der am fruehen Morgen fuhr und haben Tickets fuer den 11-Uhr-Bus nach Pjatigorsk gekauft. Dort haben wir auf dem Fahrplan naemlich gesehen, dass es staendig Busse zum Flughafen MinVody gibt.
Also sind wir frueh aufgestanden, haben das Tagespensum an schwatzen mit der Oma bis halb zehn erledigt und sind dann mit unseren Sachen ins Taxi nach Proxladny gestiegen. Dort angekommen haben wir eine halbe Stunde auf unseren Bus gewartet, dann aber gute Plaetze ergattert, die Sachen verstaut und sind losgefahren. Nach einer Stunde haben wir gemerkt, dass der Bus merklich langsamer fuhr als der, mit dem wir von Pjatigorsk gekommen sind...also kamen wir erst gegen halb zwei in Pjatigorsk an. Aber kein Problem, der Flieger ging ja erst abends. Ich will also Tickets fuer den Anschlussbus kaufen, als mir die Frau an der Kasse erklaert, dass sie von hier aus nicht nach MinVody fahren, nur vom Bahnhof aus. Hm, aber am Fahrplan steht doch, dass hier alle halbe Stunde einer faehrt. Naja, das waere aber schon lange nicht mehr so. Auf meine Frage, warum es dann aber immer noch am Fahrplan steht, gab es die Antwort, dass noch keiner die Zeit gefunden haette, es zu loeschen. Auf meinen Kommentar hin, dass es wohl auch keine Stifte zum durchstreichen gaebe, ging mich die Frau richtig an, so dass ich gemacht habe, dass ich wegkam und auch nicht das Beschwerdebuch verlangt habe. Also haben wir uns mit Sack und Pack auf den Weg zum Bahnhof gemacht und das Geld fuer ein Taxi gespart, schliesslich wussten wir, dass der Bus Nr. 5 direkt zum Bahnhof faehrt. Er kam auch gleich und wir machten es uns gemuetlich. Nach ungefaehr 40 Minuten fuer einen 5-Minuten-Weg kamen wir dann voellig erschoepft wegen Stau, Standzeit und dummen Passagieren am Bahnhof an. Hier haben wir Tickets fuer die Elektritschka gekauft, um einem weiteren Busabenteuer aus dem Weg zu gehen. Die Stunde im Zug verging relativ schnell und ohne groessere Ereignisse. Danach sind wir noch eine Weile auf dem Bahnhofsvorplatz geblieben, haben Kwas getrunken und sind nacheinander ein wenig spazieren gegangen. Dann wurde entschieden, dass wir zum Flughafen fahren und somit haben wir dann Transportmittel Nr.4 die Marschrutka zum Flughafen benutzt. Am Eingang ins Flughafengebaeude sollte das Gepaeck durchleuchtet werden. Also alles rechts auf die Rampe. Von links herrschte man mich an: Passport. Der war natuerlich in der Tasche...also stand ich dann schon auf der anderen Seite als mein Pass abgegeben wurde und am Ende guckte der Mann gar nicht rein. Eine genervte Frau fragte mich, was denn in den Flaschen sei und ich antwortete ehrlich wie ich bin: Wein. Den duerfen Sie nicht mitnehmen - holen Sie ihn gleich raus! was sollte ich also mit dem Wein machen? Den Leuten mitgeben, die mich zum Flughafen gebracht haben. Hm, wir sind allein gekommen...na, dann halt wegschmeissen! Hm, das wollte ich nun auch nicht, also bin ich los und habe Plastikbecher besorgt. Irinas Mutter hat sich gleich ausgeklinkt, so dass die anderthalb Liter Wein von Irina und mir vernichtet wurden. Sehr lecker, allerdings in zu kurzer Zeit und mit zu wenig Essen verputzt...es wurde sehr lustig...irgendwie haben wir den Flug auch ueberlebt und sind gluecklich mitten in der Nacht angekommen und auch abgeholt worden.

2 Kommentare:

Atze hat gesagt…

Ach nee, betrunken über den Wolken :)
Das gibts ja nicht... Wenigstens waren die berühmten Tüten nicht weit ;)

hinzi hat gesagt…

Wird das Wöterbuch bitte erweitert?!
Ich nehme an, dass "Elektritschka"
eine Straßenbahn (Neudeutsch Tram) sein soll.