Donnerstag, 3. Dezember 2009

Ein Ausflug nach Davitashen

Nach der mündlichen Prüfung am Donnerstag waren wir noch etwas essen und dann bin ich mit zu Sylvia. Von dort bin ich gegen neun in Richtung Heimat aufgebrochen. Stehe also an der Haltestelle und erinner mich dran, dass ich von hier ganz einfach nach Malatia zu Melane gekommen bin, also muss es auch zu mir einen Weg geben. Warte und warte und plötzlich kommt die 13. Hey, die kenne ich! Die fährt bei mir. Setze mich also in die Marschrutka und schließe die Augen, weil die durch die Stadt fährt und ich doch ein bisschen erschöpft bin. Als nach meiner Rechnung die Stadt durchfahren sein muss, öffne ich sie wieder und muss zu meinem Entsetzen feststellen, dass ich keinen Schimmer habe, wo wir sind. Als ich begreife, dass ich in die falsche Richtung eingestiegen sein muss, biegen wir gerade von einer großen Straße auf eine Straße ins Nirgendwo ab. Um uns herum absolute Dunkelheit. Nee, hier steige ich nicht aus. Ich fahre also weiter bis der Fahrer anhält und auch die letzten aussteigen. Aha, Endstation. Ich frage den Fahrer, wann er denn weiterfährt, worauf er sagt, gar nicht. Er ist fertig mit seiner Schicht. Hm. Da dreht er sich um und erkennt mich (dieselbe Geschichte hatte ich nämlich im Oktober, aber da fuhr er nur 5 min und dann war Endstation :)).
- Ah, Sie müssen doch in den 3. Bezirk.
- Hm, richtig!
- Mein Kollege fährt in ein paar Minuten. Bleiben Sie hier sitzen (es ist mittlerweile nämlich auch empfindlich kalt), er kommt gleich.
- Okay.
Er kommt dann sogar nochmal zurück und hält mir die 100Dram hin, die ich ihm gegeben habe - haben Sie denn Geld für die Rückfahrt??? Ja, habe ich, aber vielen Dank.
So sitze ich also in einer hell erleuchteten Marschrutka mitten im Nirgendwo, im dunklen Nirgendwo muss ich dazu sagen und fühle mich mächtig unwohl. Aussteigen will ich nicht. ist kalt, dunkel und hier laufen nur Männer rum. So auf dem Präsentierteller sitzen ist aber auch nicht so prickelnd. ich kann noch nicht mal ein Taxi rufen, weil ich nicht weiß, wo ich bin...
Es vergehen 10 Minuten, 15 Minuten, ich werde immer nervöser und frage mich, wo dieser Fahrer bleibt...Ah, da kommt meine Rettung, ein Taxi!
Aber es hält nicht an, es ist schon besetzt...was soll auch ein leeres Taxi in dieser Gegend...Aber gottseidank kommt dann noch eines, das mich mitnimmt. Der Fahrer erklärt mir, ich wäre in Davitashen (wollte ich immer schon mal hin) und fährt mich nach Hause. Da war ich aber froh, als ich ankam...

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