Sonntag, 16. September 2007

Urlaub in Armenien (10.-16.09.2007)


Montag war ich in der Schule, war die erste und einzigste zur vereinbarten Zeit. Dann haben wir zwei Stunden gequatscht, ein wenig Kuchen gegessen und uns ein wenig über die Bücher unterhalten. Danach setzte die echte Lehrerkonferenz, die ich mangels Sprachkenntnisse nicht besuchen brauchte. Also habe ich Keti gefragt, ob ich die Woche noch gebraucht werde und da sie dies verneint hat, bin ich flugs nach Hause, zum Busbahnhof und auf die Suche nach einer Marschrutka. Nach Erevan fuhr natürlich keine mehr und ich habe mich überreden lassen, die nach Spitak zu nehmen. Die Fahrt war ganz lustig, es waren Marktfrauen unterwegs, die wahnsinnig viel Obst gekauft hatten. Neben mir stand ein riesen Eimer mit Feigen. Bei der wilden Fahrt spürte ich plötzlich in einer Kurve, wie ich abhob…und mich auf den Eimer setzte. Gottseidank am Rand, so dass die Feigen nicht gelitten haben. Aber der Bus hat gelegen vor Lachen…an der Grenze verging uns dann allen das Lachen, denn die Visa waren alle…ja, die Vordrucke waren alle und wir mussten eine geschlagene Stunde auf sie warten. Die haben sich zwar hundertmal entschuldigt, aber die Marschrutka in Spitak war dann weg, so dass ein junger Mann und ich dann dumm rumstanden. Er fragte mich, ob ich hier irgendjemanden hätte, bei dem ich übernachten könnte, was ich leider verneinen musste. Da hat er mir echt angeboten, ich könnte mit zu seiner Schwester kommen, die wohne hier nicht weit im Dorf. Aber ich habe mich dann doch zu der Taxivariante entschieden und ihn mitgenommen, so dass ich dann gegen halb elf in Erevan ankam.
Den nächsten Tag habe ich nur gefaulenzt und einen Tag später sind wir dann ins Dorf zur Oma. Hazmik ist mitgekommen und wollte unbedingt eine Wassermelone mitnehmen, obwohl Melanja sie gewarnt hat, dass die Oma oben auf dem Berg wohnt. So sind wir also in den Dorf angekommen: ich habe die beiden Taschen genommen, Hazmik die 10 Kilo Melone und Melanja den Kleinkram. Zwischendurch habe ich gedacht, ich schaff es nicht und ich habe gottseidank nicht gewusst wie weit es ist. Ich habe auch gar nicht mitbekommen, wie weit wir gelaufen sind, weil ich immer nur über die nächsten 10 Meter nachgedacht habe. 10 Meter laufen, Tasche abstellen, ausruhen, und von vorne…

Im Dorf war es echt entspannt, es gab lecker Bohnen und alles aus dem Garten, viel frische Luft und Waldspaziergänge. Einmal durften wir sogar 20 Meter einen Steilhang hinauf klettern.

Ich bin natürlich abgerutscht und fünf Meter nach unten gesegelt und sah mich schon in den Brennesseln landen, aber ein Baum hielt mich auf…

Zurück hatten wir noch mehr Gepäck, so dass Nachbars Kinder zu Hilfe gerufen wurden und unsere Sachen ins Dorf gebracht haben.

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