Mittwoch, 8. Juli 2009

Intensivkurs in Armenien/Sardarapat. 25.05.-30.05.2009

Nach der Festwoche konnte ich am Morgen grad noch ausschlafen, die Wohnung ein wenig aufräumen, etwas einkaufen und schon musste ich los zum Zug. Beim Kauf der Karten hatte ich nicht gegeizt und nach dem grandiosen Zugerlebnis nach Baku auch hier Karten für das Luxus-Abteil gekauft. Ja, ja, Karten - denn ich wollte mich mit niemandem unterhalten müssen bzw. schnarchen ertragen. So hatte ich ein Abteil für mich allein und war glücklich. Ich habe den ganzen Abend bis zur Grenze gelesen, einen Test korrigiert und gedöst. Nach der Grenze bin ich gleich eingeschlafen und bin relativ ausgeschlafen in Erevan angekommen. Mit der Metro bin ich zu Sylvia, die wie im Dorf wohnt. Kleines Haus in einer verschlafenen Straße mit Blick auf die Schlucht. Aber trotzdem Metroanschluss, so dass es kein Problem ist. Sie hat mich von der Metro abgeholt und wir sind erstmal einkaufen gegangen, weil sie auch erst in der Nacht aus Deutschland wiedergekommen ist. Bei der Blumenfrau bekam ich gleich noch Blumen geschenkt :)
Den Tag sind wir noch auf die Vernissage und abends kam noch Kerstin, damit wir den Intensivkurs absprechen können. Am nächsten Morgen ging es los. Erstmal rein zur Direktorin und vorstellen. Die war so begeistert, dass sie erstmal Kaffe und Cognac rausholte...was für ein Beginn am frühen Morgen...Danach zweimal mündliche Kommunikation, dann konnte ich entspannen. Für den nächsten Tag haben wir auch alles vorbereitet und haben abends bei einem Glas Wein die Pläne fürs nächste Jahr besprochen. Dienstag dann derselbe Spaß, aber mit schriftlicher Kommunikation und dann bin ich ab zu Melanja, um ein wenig zu schwatzen und zu entspannen.
Am Mittwoch war dann die Probeprüfung, wo die Schüler wahnsinnig viel abgucken wollten und einige im Aufsatz grandios gescheitert sind. Kerstin und ich haben alle Aufsätze am gleichen Tag korrigiert und es gab einige schöne Blüten. Mein Lieblingssatz ist: "Geld entweder hilft oder stört." - welch philosophischer Gedanke! Ebenso schön waren: "Viel Geld ist gefährlich für Leben." "Wenn man viel Geld hat, stirbt er allein in einem großen Haus." "Wenn man viel Material hat, dann hat er viele Räuber hinter sich, die auch viel Material wollen." "Was ich dazu sagen will, also meine Meinung, ist, dass es wäre gut, wenn jemand, der ein Familie hat, auch Geld hätte, weil Geld braucht er zum Leben und auch für ihre Kinder und für ihre Frau." :)
Nach diesem Korrekturmarathon haben wir dann am Donnerstag einen Ausflug nach Sardarapat gemacht, zu meiner zweiten Schule. Da wurden wir ganz nett empfangen, erst Kaffee und Kuchen in der Schule, dann auf zum Denkmal, wo alle Staatsoberhäupter waren (die Kolonne mit den Diplo-Wagen fuhr 5 Minuten an uns vorbei) und dann ging es nach Hause zur Direktorin, wo es dann einen Festbraten und Tanz und Gesang gab :) War sehr nett und macht einen guten Eindruck.

Beim Denkmal war die ganze Straße abgesperrt, nur die Diplomaten durften vorfahren, das einfache Fußvolk musste laufen. Aber dabei hat man so schöne Sachen gesehen wie diesen verschämt rauchenden Polizisten :)

und ein wenig weiter den schlafenden Chauffeur der deutschen Botschafterin:

war ein ganz amüsanter Tag...

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