Ins Bett gehen war sozusagen müßig, also habe ich die Sachen zusammen gepackt, zu Hause ein wenig aufgeräumt und bin nach Isani gefahren zur Marschrutka nach Lagodekhi. Ich kam und drei Minuten später fuhr sie - das ist Timing :)
In der Marschrutka habe ich dann endlich geschlafen - drei Stunden bis Lagodekhi waren so schnell vorbei. Dort angekommen wurde ich vom Nationalparkkomitee abgeholt - toller Service.
Ich habe mich für die Luxusvariante vom Zimmer entschieden, weil da ein göttlicher Balkon war, bin eingezogen und habe mich hingelegt. Gegen fünf bin ich dann aufgewacht, weil mein Magen protestierte. Also auf, in den nächsten Laden. Da gab es allerdings nur Nudeln, Kekse, Wurst, Brot u.ä. Kein Obst, kein Gemüse. und das bei diesen Temperaturen...
also habe ich der Verkäuferin mein Leid geklagt und sie holte Gurken, Tomaten aus ihren Garten, die sie mir geschenkt hat und ich habe ein Haufen Zeug bei ihr gekauft, das ich eigentlich nicht brauchte...aber so war der Abend gerettet.
Abends habe ich Giga eine SMS geschickt, er kam auch promt und ging mit mir eine Runde spazieren, spendierte Sonnenblumenkerne und ein Eis und versprach morgen mit mir auf den Markt zu gehen.
Das war dann das Programm für den nächsten Morgen - das Dorf ist nämlich sehr lang gezogen und der Markt war ziemlich weit weg. ich war dann sehr dankbar, dass ich ihn als Träger mithatte.
Am Mittwoch bin ich mit ihm zum kleinen Wasserfall gewandert, wo man zumindest die Füße baden konnte und wir ein nettes Picknick hatten.

Das war nicht so weit und als wir wieder zurück waren, wollte ich noch woanders hin. Also auf zur nächsten Route zu einer Festung.
Da musste ich mit einem Taxifahrer hinfahren, der versprach, mich in drei Stunden wieder abzuholen. In diesem Wald war der Weg nicht so eindeutig, so dass ich ihn dann auch gleich verloren habe und durch das Unterholz gestapft bin. Eine Schlange, etliches Federvieh und einen Hirsch habe ich dabei aufgescheucht…
Nach anderthalb Stunden, die ich ein Flussbett hinaufgelaufen bin und einen Fluss barfuß durchquert habe, bin ich dann auch wieder auf den Weg gestoßen, aber es war schon um sechs und ich war nicht sicher, wie lang es hell im Wald ist, daher bin ich dann umgekehrt…Rückzu ging es natürlich viel schneller, weil ich dann flott auf dem Waldweg laufen und nicht klettern und suchen musste. Als ich aus dem Wald raus bin, war dann noch eine halbe Stunde bis der Taxifahrer kommen sollte, ich hatte aber keinen Empfang und bin in Richtung Straße gelaufen. Es gab ein kleines Hindernis - einen großen Hund, der mich böse ankläffte, aber dann kam jemand, der mich gerettet hat. und der lud mich dann gleich ein, mit ihnen zu essen. und so kam es, dass ich mit drei Imkern und dem Wächter vom Nationalpark gegessen und natürlich Wein getrunken habe...zum Geburtstag wurde ich auch eingeladen, hatte aber Glück, dass ich da schon nicht mehr da bin...

Kaum war ich im Hotel angekommen, rief Giga an, wo ich denn wäre und als er mich abholte, gab es einen kritischen Seitenblick und die Frage, warum ich denn so lustig wäre...
Am nächsten Tag ging es mit ihm und ein paar Freunden zum großen Wasserfall. Da musste man auch ein Stück hinfahren, was wir mit unserem schon bekannten Taxifahrer auch gemacht haben. Kaum waren wir 20m im Wald fiel den Jungs ein, was sie vergessen hatten - das Fleisch!!! Große Trauer war angesagt...
Den Weg hatten wir auch gleich wieder verloren und da ich mit drei 17jährigen und einem 14jährigen unterwegs war, ging es dann über Stock und Stein das Flussbett hoch. Natürlich bin ich bei einer Aktion abgerutscht und ins Wasser gefallen, aber man muss die Jungs loben, sie haben nicht gelacht, sondern ganz besorgt geguckt. War auch nicht schlimm, ich bin auf die Füße gefallen, hatte dann aber nasse Füße...gottseidank hatte ich Wechselsocken mit. irgendwann war ich ziemlich erschöpft, aber dann kam uns jemand entgegen, der meinte, es wäre nur noch 5 Minuten. zwischendurch waren wir schon mal ratlos gewesen, wie wir weiterkommen und zwei hatten den Weg durch den Fluss genommen und waren schon mal schwimmen...

und dann kamen wir an!


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