
und hatte die Familie im letzten Dorf des Nachbartals untergebracht - in Djuta. Also versuche ich dahin zu fahren, nachdem sich meine Pläne ja nun in Luft aufgelöst haben. Auf dem Busbahnhof habe ich noch einiges an Obst und Gemüse gekauft, da dort oben nur Kartoffeln wachsen. Weil ich relativ spät kam, musste ich das auf den Schoß nehmen, bekam aber gottseidank den Platz an der Tür (Frischluftzufuhr!!!)
In der Marschrutka traf ich auf zwei Neuseeländer, die einige Verständigungsschwierigkeiten hatten, aber so konnten wir ein wenig schwatzen. Noch vor dem Kreuzpass bin ich allerdings eingeschlafen und als ich aufwachte, hatten sich mein Obst und Gemüse ein wenig gedreht, so dass nun die Kirschen unten und die Gurken oben lagen...wie das geht...
In Kazbegi angekommen wollte ich eigentlich auf Karu warten, der diesen Tag heruntersteigen sollte, aber er hatte keinen Empfang. Spaßeshalber fragte ich einen Taxifahrer, was er denn für die Fahrt haben wollte und wir wurden handelseinig. Also auf ins Tal. Auf der Fahrt war mir gar nicht wohl, weil ich wie immer am Abgrund saß und gar nicht dahin gucken konnte.
Der Taxifahrer nahm dann Natia wieder mit nach unten, die schon verzweifelt nach einer Mitfahrgelegenheit gesucht hatte und schwups da war sie :)
In Djuta war es arschkalt. Natia hatte mir gottseidank ihren Schlafsack dagelassen, ich weiß nicht, was ich ohne getan hätte...aber zum spazieren, schlafen, lesen, schwatzen war es super da. Einen Tag später kam auch Karu und wenn man mit ihm unterwegs ist, bekommt man auch noch reichlich botanische Informationen.
Hier haben wir zum Beispiel eine sehr hübsche Pflanze - Bärenklau -
vor der ich nur warnen kann. Wird mannshoch, hat eine sehr schöne Blüte und verursacht wahnsinnige Brandblasen. Anna hatte das Unglück an einer vorbeizugehen und hat nach zwei Tagen fürchterliche Brandblasen bekommen, die ewig zum Verheilen gebraucht haben. Im Allgemeinen haben wir aber nur hübsche Orchideen, Schwertlilien und ähnliches gesehen und Karu lag öfter wie die Jungfrau im Grase - diesmal aber um zu fotografieren...
Nach den Spaziergängen hat man natürlich mächtig Hunger und einen Tag wurden Chinkali gemacht. Ich sollte auch bei der Herstellung mitmachen und habe von der Oma sogar ein Lob bekommen :)

war zwar kein Fleisch drin, aber lecker war es auch...
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